Erste unterliegt Favoriten


Schachunion Ebersberg-Grafing verliert mit 2,5:5,5 beim SC Bayerwald Regen/Zwiesel

 

Der Kampf gegen den Abstieg wird schwer für die Schachunion. In der 3. Runde der Regionalliga Südost unterlag die Schachunion Ebersberg-Grafing am vergangenen Sonntag beim SC Bayerwald Regen/ Zwiesel klar mit 2,5:5,5, der damit die Tabellenführung übernahm. Das Ergebnis ist aber am Spielverlauf gemessen wohl zu hoch ausgefallen, selbst ein Unentschieden wäre für die ersatzgeschwächte Schachunion eventuell möglich gewesen.

 

Nach zuletzt guter Leistung beim Sieg gegen Bruckmühl gab es für die Schachunion gleich wieder einen Dämpfer: Sie liegt nun mit 2:4 Mannschaftspunkten auf dem siebten Platz in der Zehnertabelle. In den ausstehenden sechs Begegnungen müsste vor allem gegen die zwei, drei direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gepunktet werden.

Die niederbayerischen Gastgeber hatten im Durchschnitt die deutlich bessere Wertungszahl, und zudem an den beiden Spitzenbrettern zwei bekannte tschechische Internationale Meister im Einsatz.

Fast ausnahmslos waren alle Partien lange sehr umkämpft und der Ausgang unklar. Mit einer für ihn typischen wilden Angriffspartie zeigte Arthur Gil an Brett 5 Mut zum Risiko und wurde dafür belohnt. Unter Figurenopfer stürmte er die schwarze Königstellung, eroberte danach Material und verwertete seinen Endspielvorteil sicher. Leider gelang es Christian Krause an 6 nicht, seine remis trächtige Position in einem langen Endspiel sicher zu verteidigen, er unterlag schließlich doch noch.

Feine Endspieltechnik zeigte dagegen Christian Graf, der dem tschechischen IM Ivan Hausner (DWZ 2332) standhalten und ein Remis erreichen konnte.

Das gleiche Ergebnis schaffte Christian Peter an 4, der sich in einer sehr verwickelten, von Weiß auf Angriff angelegten Partie äußerst zäh und erfindungsreich wehrte.

Mannschaftsführer Georg Schweiger an 3 bemühte sich, in seiner optisch vielversprechenden Stellung den entscheidenden Hebel zu finden, nach einem Fehler konnte er wenigstens noch ins Remis abwickeln.

Die abwechslungsreichste Partie lief an Brett 8 bei Karl-Heinz Hartmann, wo die Gewinnchancen des Öfteren wechselten. Plötzlich schien Hartmann zu gewinnen, nach einem Fehler kippte die Partie erneut und er musste kapitulieren.

 

Mittlerweile war auch Gino Haußmann an Brett 7 auf die Verliererstraße geraten. Gegen den Freibauernvormarsch seines Gegners war keine Parade mehr zu finden. Damit führten die Niederbayern bereits mit 4,5:2,5 und hatten das Match für sich entschieden.

Die längste Partie lieferte FIDE-Meister Ulrich Zenker gegen den favorisierten tschechischen Internationalen Meister Petr Spacek (DWZ 2372). In einer anspruchsvollen langen Partie setzte sich schließlich die Spieltechnik des Tschechen durch.

 

In der 4.Runde am 16. Dezember hat die Schachunion erneut einen favorisierten Gegner aus Niederbayern, den SK Passau II, der mit 4:2 Punkten auf dem 4. Platz liegt.

 

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