Glossar

Abzugsschach

Ein taktisches Motiv, das zumeist angewendet wird, um gegnerisches Material zu erobern. Das gefährliche am Abzugsschach besteht darin, dass die abziehende Figur auf ein beliebiges Feld ziehen kann, ohne geschlagen werden zu können, da gleichzeitig eine andere Figur, zumeist Turm oder Dame, das Schachgebot bietet.

Acht-Damen-Problem

Beliebtes Rätsel, die Aufgabe besteht darin, acht Damen auf ein Schachbrett zu platzieren, sodass sie sich nicht gegenseitig decken. Lösungsvorschläge bitte im Gästebuch eintragen beziehungsweise im Forum diskutieren.

Algebraische Notation

Beim Notieren der Schachz√ľge wird zumeist die algebraische Notation verwendet. Die 64 Felder des Schachbrettes werden mit einer Kombination aus Linie (a,b,c,d,e,f,g,h) und Reihe (1,2,3,4,5,6,7,8) beschriftet. Die wei√üen Figuren starten in der Ausgangsstellung auf der ersten und zweiten Reihe, die schwarzen entsprechend auf der siebten und achten Reihe. 1.e2-e4 e7-e5 bedeutet, dass Wei√ü mit dem Doppelschritt des K√∂nigsbauern er√∂ffnet, worauf Schwarz ebenfalls seinen K√∂nigsbauern um zwei Felder nach vorne zieht. Eine abk√ľrzende Schreibweise daf√ľr ist 1.e4 e5; Spielt Wei√ü im zweiten Zug den Springer von g1 nach f3, so wird dies mit 2. Sg1-f3 notiert, oder abgek√ľrzt mit 2. Sf3; Die Abk√ľrzungen der Figuren lauten K√∂nig: Startfeld e1/e8; Dame: d1/d8; Turm: a1,h1/a8,h8; L√§ufer: c1,f1/c8,f8; Springer: b1,g1/b8,g8. Die Bauern starten in der zweiten und siebten Reihe und bekommen keinen abk√ľrzenden Buchstaben. 2. … Sc6 3.d4; Im Schlagfall wird ein x notiert: 3. … exd4: Der schwarze e-Bauer schl√§gt also seinen Kompagnon auf d4. Sollte es zu einem Schachgebot kommen, wird ein + hinter dem entsprechenden Zug notiert, ein Mattgebot wird mit einem Doppelkreuz nach dem Zug gekennzeichnet: #.

Bad Aibling

Das Turnier um den Silberpokal der Stadt Bad Aibling lockt jeden August bis zu 300 Spieler in die Kurstadt. Auch Spieler der Schachunion Ebersberg beteiligen sich regelm√§√üig beim beliebten Turnier in der benachbarten Stadt. Der SK Bad Aibling richtet √ľbrigens jeden ersten Dienstag im Monat ein offenes Blitzturnier im Kurhaus aus.

Ber√ľhrt-gef√ľhrt

„Das Ber√ľhren der Fig√ľren mit den Pfoten ist verboten“ beziehungsweise bedeutet das Ber√ľhren einer Figur die Verpflichtung, mit dieser, falls m√∂glich, auch zu ziehen. Dies gilt auch f√ľr gegnerische Figuren, falls diese geschlagen werden kann. Will man Figuren nur zurechtr√ľcken, muss vor dem Ber√ľhren „J’adoube“ (frz. „ich r√ľcke zurecht“) gesagt werden.

Blitz

Blitzpartien kennzeichnen sich durch die geringe Bedenkzeit von √ľblicherweise f√ľnf Minuten pro Spieler. Die Schachunion Ebersberg-Grafing veranstaltet traditionell zwei gro√üe Blitzturniere pro Jahr, das Sommerblitzturnier am letzten Donnerstag vor den Schulferien und das Weihnachtsblitzturnier am letzten Donnerstag vor Weihnachten. G√§ste von anderen Vereinen und vereinslose Spieler sind dabei immer herzlich willkommen.

Bronstein-Modus

Nach dem ber√ľhmten russischen Gro√ümeister David Bronstein benannter Bedenkzeitregelungsmechanismus. Nach jedem Zug erh√§lt ein Spieler einen vorher festgelegten Bonus an Zeitgutschrift. Dies hat den Vorteil, da√ü technisch klar gewonne Stellungen im allgemeinen nicht aufgrund Zeit√ľberschreitung verloren werden. Dies erfordert das Vorhandensein digitaler Schachuhren.

Bullet

Bullet ist eine Steigerung des Blitzschachs und bezeichnet Spiele, bei denen die Bedenkzeit pro Spieler weniger als drei Minuten beträgt, diese Form des Schachspiels wird hauptsächlich im Internet praktiziert.

Chess 960

Beim Chess 960, fr√ľher auch als Fischer-Schach bezeichnet, wird die Aufstellung der Figuren auf der Grundreihe ausgelost. Dabei m√ľssen lediglich die L√§ufer auf unterschiedlichen Farben landen. Da es 960 verschiedene Ausgangsstellungen gibt, wurde f√ľr diese Spielart der Name Chess 960 gew√§hlt.

Digitale Schachuhren

Digitale Schachuhren bieten den Benutzern gegen√ľber analogen Uhren einige wesentliche Vorteile. Zum einen kann die Restbedenkzeit auf die Sekunde genau abgelesen werden, was vor allem beim Blitzen sehr bedeutsam sein kann. Zum anderen erm√∂glicht sie neue Spielarten wie Bronsteinmodus oder Eieruhr. Die Schachunion verf√ľgt seit etwa sechs Jahren √ľber digitale Uhren. Bei Mannschaftsk√§mpfen ist darauf zu achten, dass digitale und analoge Uhren nicht vermischt verwendet werden d√ľrfen.

Doppelschach

Ein sehr gefährliches taktisches Motiv. Es entsteht bei einem Abzugsschach, bei dem die abziehende Figur Schach bietet und gleichzeitig einer hinter ihr postierten Schwerfigur eine Linie öffnet, in der der gegnerische König steht.

Doppelter Zugzwang

Eine kuriose Stellung, die sich dadurch kennzeichnet, dass der am Zug befindliche Spieler verliert. Beispiel: Weiß Kd5 Bauer e4 Schwarz Kf4 Bauer e5. Der Spieler, der sich am Zug befindet, muss die Deckung seines Bauerns aufgeben und kann in der Folge den Verlust nicht vermeiden.

DWZ

Deutsche Wertungszahl, ein Ma√ü f√ľr die Spielst√§rke eines Spielers. Allerdings unterliegt jeder Spieler nat√ľrlichen Schwankungen und gerade bei Jugendlichen ist die Spielst√§rke oftmals wesentlich h√∂her als die Wertungszahl es erwarten lie√üe.

ELO-Zahlen

Ein nach dem ungarisch-amerikanischen Statistiker Arpad Elo benanntes System, die Spielst√§rke von Schachspielern in Zahlen auszudr√ľcken. In den nationalen Verb√§nden gibt es √§hnliche Methoden, in Deutschland die DWZ (Deutsche Wertungszahl). Alle Spieler, die an offiziellen Turnieren teilnehmen, erhalten nach einer gewissen Anzahl von Partien eine eigene Wertungszahl, sie k√∂nnen die DWZ der Ebersberger Spieler unter Verein, Wertungszahlen (DWZ) online abrufen.

En passant

Das Schlagen eines Bauern im Vor√ľbergehen (frz. en passant) bezeichnet eine Ausnahmesituation, bei der ein Bauer geschlagen werden darf, der gerade mit einem Doppelschritt unmittelbar neben einen eigenen Bauern gezogen hat. Beispiel: wei√üer Bauer auf d5, Schwarz zieht e7-e5. Jetzt sofort, aber nicht sp√§ter, darf Wei√ü dxe6 e.p. oder i.V. ziehen. Sinn dieser Regelung besteht darin, dass die „nat√ľrliche“ Zugweise des Bauern ein Schritt nach vorne ist, und in diesem Fall geschlagen werden k√∂nnte. Somit kann ein Bauer sich nicht des Schlagens entziehen, in dem er zwei Felder an einem gegnerischen vorbeizieht.

Ersticktes Matt

Ein sehr sch√∂nes Mattbild, das durchaus auch ein Motiv in tats√§chlichen Partien darstellen kann. Durch Damenopfer erzwingt die angreifende Partei den gegnerischen K√∂nig zumeist im Eckfeld, sich vollkommen einschn√ľren zu lassen, und ein Springer gibt das finale Mattgebot. Beispiel: Wei√ü: Kg1 Df3 Se5 Bauern f2 g2 h2 Schwarz: Kg8 Ta8 a4 Bauern a2 g7 h7. Schwarz am Zug w√ľrde durch 1. … a1 (Dame) gewinnen und diese Drohung ist mit normalen Mitteln nicht mehr zu entsch√§rfen. Das nahe liegende 1.Df7+ scheitert kl√§glich, da es nach 1. … Kh8 kein weiteres sinnvolles Schachgebot gibt und Wei√ü daher verlieren m√ľsste. Also 1. Dd5+!! (1… Kf8 w√ľrde mit Df7# beantwortet werden) 1. … Kh8 2.Sf7+ Kg8 3.Sh6++ Doppelschach! Ein √§u√üerst gef√§hrliches Motiv, da ein Doppelschach immer mit einem K√∂nigszug beantwortet werden muss! 3. … Kh8 4.Dg8+!! Die Pointe! 4. … Txg8 5.Sf7#

Evans-Gambit

Excelsiormarsch

Der Excelsiormarsch tritt in echten Partien sehr selten auf, er bezeichnet den Weg eines Bauerns von seinem Ausgangsfeld in f√ľnf direkt aufeinanderfolgenden Z√ľgen zu einer neuen Dame. Je mehr Figuren der Gegenpartei noch am Brett vorhanden sind, umso heldenhafter ist der Excelsiormarsch.

Fernschach

Fernschachpartien (bzw. Turniere) laufen oft √ľber mehrere Jahre, gerade in der Vergangenheit, als die Wege der Postkarten noch lange Zeit in Anspruch nahmen. Durch das Aufkommen der starken Computerprogramme hat f√ľr viele Fernschachfreunde der Reiz nachgelassen, obwohl die Erfahrung zeigt, dass ein blindes Vertrauen in die vom Computer vorgeschlagenen Z√ľge oftmals gr√ľndlich in die Hose gehen kann. Die bekanntesten Fernschachspieler aus dem Kreis Ebersberg sind wohl der ehemalige deutsche Meister Christian Graf und der Internationale Schiedsrichter Christian Krause (beide Schachunion Ebersberg-Grafing).

Fianchetto

Als Fianchetto wird die Aufstellung eines L√§ufers auf den Feldern b2 (b7) oder g2 (g7) bezeichnet, im Normalfall befinden sich drei Bauern rund um den fianchettierten L√§ufer zum Beispiel (a2-b3-c2). Diese Aufstellung sorgt √ľblicherweise f√ľr eine recht hohe Sicherheit, falls der K√∂nig dorthin rochiert, und solange der L√§ufer nicht abgetauscht wird, weil sonst im Gegenteil ein ganzer Komplex von Feldern schwach werden kann.

FIDE

Federation Internationale d`Echecs. Weltschachverband, verantwortlich f√ľr die Austragung von Weltmeisterschaften und Olympiaden, sowie die ELO-Zahlen. Derzeitiger Pr√§sident: Kirsan Iljumschinow (Kalm√ľckien)

Freibauer

Ein Freibauer ist ein potentieller Kandidat f√ľr die Umwandlung in eine neue Dame, ihm stehen keine gegnerischen Bauern mehr im Wege in Richtung der gegnerischen Grundreihe. Besonders gute Freibauern sind gedeckte (von eigenen Bauern) und entfernte Freibauern. Im reinen Bauernendspiel muss der gegnerische K√∂nig im Quadrat eines Freibauerns bleiben, um eine direkte Umwandlung verhindern zu k√∂nnen (s. Quadratregel).

Fritz-Variante

Die aus der Preussischen Variante aus dem Zweispringerspiel im Nachzug entstehende Variante nach den Z√ľgen 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 Sf6 4. Sg5 d5 5. exd5 Sxd4 wurde von Alexander Fritz (also nicht vom bekannten Computerprogramm) analysiert, um Carl Schlechter im Kampf um die Weltmeisterschaft anfang des 20. Jahrhunderts zu unterst√ľtzen.

Gambit

Bezeichnet eine Spielweise, die unter Aufopferung eines Bauerns bereits im Er√∂ffnungsstadium ein aktives Figurenspiel herbeif√ľhren soll. Es lassen sich theoretisch anerkannte wie das Damengambit (1.d4 d5 2.c4) von eher zweifelhaften wie das Morragambit (1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.c3?!) in der Sizilianischen Er√∂ffnung unterscheiden.

Goldm√ľnzen

Welcher Schachspieler tr√§umt nicht davon, nach einem „goldenen“ Zug von den Zuschauern mit Goldm√ľnzen beschenkt zu werden. Angeblich ist dies geschehen, nachdem der Amerikaner Frank Marschall 1912 in Breslau gegen Levitzky seine Dame im 23. Zug auf ein Feld gestellt hatte, wo sie von zwei Bauern h√§tte geschlagen werden k√∂nnen. Da aber beide Z√ľge zum klaren Verlust gef√ľhrt h√§tten, gilt dieser Zug als einer der sch√∂nsten in der Schachgeschichte.

Großenseebach

In der mittelfr√§nkischen Kleinstadt findet jedes Jahr meist Anfang Juni ein sehr sch√∂nes Open statt. Der √∂rtliche Verein FSV Gro√üenseebach spielt derzeit in der Regionalliga Nordost und ist bekannt f√ľr seine gute Jugendarbeit. 2007 nahmen erstmals Spieler der Schachunion an diesem empfehlenswerten Turnier teil.

Italienische Eröffnung

Die einleitenden Z√ľge der italienischen Er√∂ffnung lauten: 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4; Wei√ü greift also umgehend den schw√§chsten Bauern im schwarzen Lager an, den Bauern f7, der in der Ausgangsstellung nur vom K√∂nig gedeckt ist. Der Name r√ľhrt vom Italiener Greco, der Stellungen nach dieser Zugfolge bereits im 16. Jahrhundert analysiert hatte.

Kaffeehaus

Um die Jahrhundertwende des 19./20. Jhdt. erlebte die Schachwelt einen gro√üen Boom in den Kaffeeh√§usern der europ√§ischen Metropolen, vor allem in Wien. Heutzutage versteht man allerdings unter einem Kaffeehausstil ein positionell nicht ausreichend begr√ľndetes Spiel, das auf Fallen und taktischen Verwicklungen beruht.

Kurzpartien

Partien, die vor dem 20. Zug entschieden sind (ausgenommen Kurzremisen), werden fast immer durch einen groben Schnitzer entschieden. Die k√ľrzest m√∂gliche Partie lautet: 1. g2-g4 ? (Einer der wenigen wirklich schwachen Er√∂ffnungsz√ľge) … e7-e6(5) es spielt keine Rolle, ob der Bauer ein Feld oder zwei Felder zieht 2. f2-f3(4) ?? Die zwei schlechtest m√∂glichen Z√ľge √ľberhaupt … Dd8-h4 #: das Narrenmatt.

Mansube

Als Mansube bezeichnete man Schachprobleme im arabischen Schachspiel, einer Vorform des heutigen Schachs. Es sind etwa 500 Exemplare √ľberliefert. Das heute noch bekannte „Matt der Dilaram“ ist das bekannteste Beispiel einer Mansube. Es stammt von Abu-Bakr As-Suli, findet sich in einer alten Stambuler Handschrift und wird vor 946 datiert. Dilaram war, der Rahmenerz√§hlung nach, die Lieblingsfrau eines Sultans, der als leidenschaftlicher Schachspieler sogar um sie spielte und drauf und dran war, sie als Wei√üer zu verlieren, als sie ausrief: „Opfere deine T√ľrme und rette dein Weib!“

Matt

Das klassische Ende einer Schachpartie. Ein König steht im Schachgebot und hat kein Feld zum Ausweichen, es kann zudem keine Figur zwischen dem König und der schachbietenden Figur gestellt werden und die schachbietende Figur kann nicht geschlagen werden.

Mau-Mau

Zur eindeutigen und endg√ľltigen Klarstellung: Vor dem entscheidenden Zug, der den Gegner mattsetzt, muss nicht „Mau-Mau“ gesagt werden.

Narrenmatt

Das schnellstmögliche Mattbild kann Schwarz bereits im zweiten Zug erreichen! Allerdings bedarf es kräftiger weißer Mithilfe, um das Narrenmatt zu bewerkstelligen. Die Zugfolge lautet: 1.f4 e6 2.g4 (oder g3)?? Dh4#. Beim Vormarsch der f- und g-Bauern sollte man das Mattbild aber auch in späteren Stellungen immer bedenken, so lange der König noch nicht rochiert hat, denn Opfer des Narrenmatts möchte niemand gerne werden.

Patt

Eine Patt-Situation kennzeichnet sich durch die vollkommene Bewegungsunfähigkeit eines Spielers, der jedoch keinem Schachgebot ausgesetzt ist. Die Partie endet Remis. Fast einem jeden Anfänger ist bereits das Malheur unterlaufen, mit riesigem Materialvorteil den gegnerischen König patt zu setzen, allerdings gibt es auch Pattkombinationen, die einem Spieler in unterlegener Stellung es erlauben, noch einen halben Punkt zu retten.

Quadratregel

Im reinen Bauernendspiel (nur noch die Könige und Bauern auf dem Brett) spielt die Quadratregel eine wichtige Rolle. Ein weißer Freibauer auf h5 bindet den schwarzen König in das Quadrat der Felder h5-h8-e8-e5. Sollte der schwarze König dieses verlassen, kann der Bauer h5 nicht mehr eingeholt werden.

Räuberschach

In dieser Spezialform des Schachspiels geht es darum, als erster Spieler alle eigenen Figuren loszuwerden. Es besteht Schlagpflicht und der König gilt als normale Figur, die auch geschlagen werden kann.

Regionalliga

Die erste Mannschaft der SU Ebersberg-Grafing tritt in der Saison 2013/14 erneut in der Regionalliga S√ľd-Ost an. In Bayern gibt es vier Regionalligen, die Aufsteiger r√ľcken in die Landesliga hoch, w√§hrend es f√ľr die Absteiger in die Bezirksligen zur√ľck geht.

Remis

Als Remis wird der unentschiedene Ausgang einer Schachpartie bezeichnet. Ein Remis kann von beiden Spieler w√§hrend einer laufenden Partie stets vereinbart werden. Andere M√∂glichkeiten der Punkteteilung: Dauerschach, dreimalige Stellungswiederholung, Patt, nicht ausreichendes Material zum Mattsetzen, 50 Z√ľge in Folge ohne Bauernzug oder Schlagfall, Zeit√ľberschreitung von beiden Spielern (dies funktioniert nur, wenn ein Spieler die Zeit√ľberschreitung des Gegners nicht rechtzeitig reklamiert).

Rochade

Die Rochade ist der einzige Zug, bei dem zwei Figuren gleichzeitig gezogen werden. Voraussetzung daf√ľr ist, dass der K√∂nig und der entsprechende Turm (bei der kleinen Rochade Th1/h8, bei der gro√üen Ta1/a8) sich auf ihren Ausgangsfeldern befinden und noch keine anderen Z√ľge ausgef√ľhrt haben. Des weiteren darf sich kein Stein zwischen K und T befinden, und der K√∂nig darf nicht im Schach stehen und auch nicht √ľber ein Feld ziehen, das von einer gegnerischen Figur bedroht wird. Sind diese Voraussetzungen erf√ľllt, so darf der K√∂nig zwei Felder zur Seite ziehen, und der Turm auf das benachbarte Feld auf der anderen Seite springen. Die Rochade ist ein K√∂nigszug, deshalb muss bei ihrer Ausf√ľhrung zuerst der K√∂nig ber√ľhrt werden. Die Notation lautet 0-0 bzw. 0-0-0.

Rubinstein

Akiba Rubinstein (1882-1961) war einer der gr√∂√üten Meister des Schachspiels im fr√ľhen 20. Jahrhundert. Ein Kampf um die Weltmeisterschaft blieb dem Polen aber verw√§hrt, als er seine h√∂chste Spielst√§rke erreichte kam der erste Weltkrieg, nach diesem fand er nicht mehr zu seiner besten Spielst√§rke zur√ľck.

Schnellschach

Im Schnellschach (Rapid) betr√§gt die Bedenkzeit pro Spieler zwischen 15 min und 30 min pro Partie. Schnellschachturniere haben den Vorteil, da√ü sie an einem Tag gespielt werden k√∂nnen, die Schachunion richtet am 13.10.2007 (siehe Homepage, Schnellschachachturnier 2007) ihr drittes offenes Schnellschachturnier aus. Dank der vorhandenen Digitaluhren geschieht dies im Bronstein-Modus. Die Erstauflage 2003 gewann GM Jochen Hecht aus F√ľrstenfeldbruck, im vergangenen Jahr siegte IM Mikhail Umansky, ein ehemaliger Weltmeister im Fernschach.

Schäfermatt

Auf das Sch√§fermatt ist sicherlich fast ein jeder Anf√§nger schon einmal hereingefallen. Allerdings handelt es sich dabei um ein Fallenspiel und erkennt Schwarz die Gefahr, wird er ein vorteilhaftes Spiel erhalten. Die einf√ľhrenden Z√ľge sind im Normalfall: 1.e4 e5 2.Lc4 Sc6 3.Dh5? Stellt die Mattdrohung 4.Dxf7# auf, die zum Beispiel nach 3. … Sf6?? die Partie j√§h beendet. Schwarz kann aber die Drohung abwehren und gleichzeitig die Dame angreifen: 3. … g6. Erneuert Wei√ü mit 4.Df3 die Mattdrohung, so geschieht darauf 4. … Sf6. Der L√§ufer f8 wird sp√§ter auf g7 \“fianchettiert\“ und Schwarz hat eine sehr gesunde, wahrscheinlich √ľberlegene Stellung, da Wei√ü viel Zeit (Tempi) in Damenz√ľge investierte, w√§hrend Schwarz sinnvolle Entwicklungsz√ľge spielte.

Seekadettenmatt

Ein wunderschönes Mattbild, das nach folgender Zugfolge mit Damenopfer in der Eröffnung entstehen kann:

Shatranj

Shatranj, gesprochen „Schatrandsch“, gilt als der iranisch-arabische Vorl√§ufer des modernen europ√§ischen Schachspiels und als Nachfolger des indischen Ur-Schachs Chaturanga. Bei Shatranj weisen die Gangarten der Figuren noch erhebliche Unterschiede zum modernen Schachspiel auf. Sie entsprechen mit Ausnahme des L√§ufers denen des Tschaturanga.In diesem Spiel ist der Turm die st√§rkste aller Figuren. Seine Gangart entspricht der heute noch g√ľltigen. Den L√§ufern ist es nur m√∂glich, sich genau zwei Felder weit in diagonaler Richtung zu bewegen, dabei ist ihnen allerdings das √úberspringen von Figuren erlaubt. Die Dame ist noch eingeschr√§nkter, kann sie sich doch nur ein Feld weit in diagonaler Richtung bewegen. Z√ľge wie die Rochade, der Doppelschritt des Bauern, oder das Schlagen En passant gibt es in diesem Spiel nicht. Anstelle der Rochade darf jeder K√∂nig jedoch einmal pro Partie einen Springerzug ausf√ľhren. Au√üerdem stehen die Dame und der K√∂nig im Vergleich zum heutigen Schach auf vertauschten Pl√§tzen. Shatranj wird auf zwei Arten gespielt: mit oder ohne Verwendung von Tabijen. Ein Schachproblem f√ľr Shatranj wird als Mansube bezeichnet.

Spr√ľche

„Wenn ich Wei√ü hab, gewinne ich, weil ich Wei√ü habe, wenn ich Schwarz habe, gewinne ich, weil ich Boguljobow bin.“ (Boguljobow, E.)
„Die Drohung ist st√§rker als die Ausf√ľhrung.“ (Nimzowitsch, A.)
„Einzinger, Schnauze!!!“ (H. Uhlmann, Turnierleiter Tarrasch-Weihnachtsturnier 2000)
„Wenn sie jetzt nicht gleich ruhig sind, gibt’s ein Turnierverbot mit allem drum und dran!“ „Was heisst das genau, mit allem drum und dran?“ (sehr erregt) „Das k√∂nnen sie sich dann aussuchen.“ „Dann h√§tte ich gern ein Turnierverbot mit Wiener Schnitzel und Wei√übier.“ (Turnierleiter und Eichner, M.)

Sweschnikow, Jefgeni

Russischer Gro√ümeister, der vor allem durch seinen Zug 4. … oder 5. … e5 in der Sizilianischen Er√∂ffnung ber√ľhmt wurde. Er gilt als bedeutender zeitgen√∂ssischer Er√∂ffnungstheoretiker, der ein eigenes System mit Dogmen entwarf. Aus diesen entwickelte er etwas gewagte Axiome wie: 1.e4 ist der beste Zug, 1.d4 der zweitbeste. Seine √úberlegungen beruhen auf der umstrittenen Annahme, es gebe in jeder Stellung einen besten Zug, da das Schachspiel mathematisch vollst√§ndig l√∂sbar ist. Unabh√§ngig vom Wahrheitsgehalt seiner Theorien hat er mit der nach ihm benannten Er√∂ffnung eine sehr interessante und gehaltvolle Er√∂ffnung entwickelt, die im heutigen Spitzenschach h√§ufig Anwendung findet.

TV Tegernsee

Die neue Schachhochburg in der M√ľnchner Region, zumindest bis Mitte der 2000er. Beim (ehemaligen)¬†Bundesligisten, die¬†einige Jahre sogar zu den Top 5 der Liga zu z√§hlen waren, spielten einige bekannte Gro√ümeister wie Gerald Hertneck, Henrik Teske, Stefan Kindermann, Zoltan Ribli und Igor Khenkin. Unsere erste Mannschaft trat damals in der Regionalliga S√ľd-Ost gegen die Reserve des Bundesligisten an.

Mittlerweile, 2014, spielt die erste Mannschaft des TV Tegernsee in der gleichen Liga wie unsere Schachunion. Im Oktober 2013 gewannen wir die erste Runde mit 4,5:3,5 am Tegernsee.

Tandem

Das Tandemschach ist eine spezielle Form des Schachspiels, bei dem immer zwei Spieler ein Team bilden und geschlagene Figuren des Gegners werden dem Partner √ľbergeben, der diese anstatt einen Zug auszuf√ľhren, auf ein beliebiges Feld einsetzen darf. Je nach Regelauslegung darf dabei sogar mit Mattgebot eingesetzt werden.

Tempogewinn

Vor allem in Endspielen kann der Tempogewinn ein entscheidendes taktisches Motiv darstellen. Ein sehr sch√∂nes Beispiel f√ľr einen entscheidenden Tempogewinn stellt Aaron Nimzowitsch in \\\“Mein System\\\“ (S.141) vor: Wei√ü Kh1 Tf3 Lb2 Bauern a5 b3 Schwarz: Kg7 Tf7 Lf6 Bauer a7. Nach dem offensichtlichen Generalabtausch LxL TxL TxT KxT kann Wei√ü nicht gewinnen, da der schwarze K√∂nig gerade rechtzeitig den Damenfl√ľgel erreicht. Also muss ein Tempo gewonnen werden: 1.Txf6!! Txf6 2.b4!! Der Turm l√§uft nicht davon, denn er ist gefesselt. Schwarz muss einen K√∂nigszug machen, um seine Beweglichkeit wieder herzustellen. Aber genau dieser erzwungene K√∂nigszug ist der entscheidende Tempoverlust. 2. … Kf7 3.Lxf6 Kxf6. Der zweite Zug von Wei√ü, 2.b4 sichert den Sieg, denn nun wird der schwarze K√∂nig nicht mehr rechtzeitig die Umwandlung einer der wei√üen Bauern in eine neue Dame verhindern k√∂nnen.

Unterverwandlung

Ein Bauer, der die achte/erste Reihe erreicht, verwandelt sich nicht in eine Dame, sondern in eine kleinere Figur, zum Beispiel einen Turm, weil eine neu entstehende Dame beispielsweise ein Patt verursachen w√ľrde, der Turm im Gegensatz dazu einen Gewinn erm√∂glicht. In seltenen F√§llen muss zum Gewinn sogar in einen Springer unterverwandelt werden. Beispiel: Wei√ü Ke7 Sd6 c5 Bauer b7; Schwarz Kg2 Sa5. In diesem Fall w√ľrde 1.b8(D) die Springergabel Sc6+ zulassen, wonach Wei√ü mit zwei verbleibenden Springern das Matt nicht erzwingen kann. Der Bauer mu√ü aber vorziehen, sonst wird er im n√§chsten Zug geschlagen. Nach 1.b8(S) entsteht das interessante Materialverh√§ltnis 3S – 1S. Das Matt ist zwar nicht auf triviale Art und Weise zu erzielen und Wei√ü wird sicherlich sehr genau spielen m√ľssen, dennoch ist bei dieser Konstellation ein Gewinn zu erzwingen.

Weihnachtsblitzturnier

Traditionell findet am letzten Donnerstag vor Weihnachten bei der Schachunion das beliebte Weihnachtsblitzturnier statt. Dabei wird erst Kinderpunsch w√§hrend des Jugendtrainings und sp√§ter Gl√ľhwein serviert. Der Sieger dieses Turniers ist neuer Blitzklubmeister der SU Ebersberg-Grafing, zudem handelt es sich zumeist um das zehnte und damit abschliessende Turnier der beliebten Serie.

Weltmeister

1886-1894 Wilhelm Steinitz (√Ėsterreich)
1894-1921 Emanuel Lasker (Deutschland)
1921-1927 Jose Raoul Capablanca (Kuba)
1927-1935 Alexander Aljechin (UdSSR)
1935-1937 Max Euwe (Niederlande)
1937-1946 Alexander Aljechin
1948-1957 Michail Botwinnik (UdSSR)
1957-1958 Wassily Smyslow (UdSSR)
1958-1960 Michail Botwinnik
1960-1961 Michail Tal (UdSSR)
1961-1963 Michail Botwinnik
1963-1969 Tigran Petrosjan (UdSSR)
1969-1972 Boris Spasski (UdSSR)
1972-1975 Bobby Fischer (USA)
1975-1985 Anatoli Karpow (UdSSR)
1985-1993 Gary Kasparow (UdSSR)
1993-1999 Anatoli Karpow
1999-2000 Alexander Khalifman (Russland)
2000-2002 Viswanathan Anand (Indien)
2002-2004 Ruslan Ponomarjow (Ukraine)
2004-2005 Rustam Kasimjanov (Usbekistan)
2005-2006 Wesselin Topalow (Bulgarien)
2006-2007 Wladimir Kramnik (Russland)
2007-2013 Viswanathan Anand
seit 2013     Magnus Carlsen (Norwegen)

Weltmeisterschaft 1886

Einen offizielen Titelkampf gab es um diese Zeit noch nicht. Spieler vor dieser Zeit, die ex-post den Titel verdient h√§tten, w√§ren wohl in erster Linie Adolf Anderssen, der unter anderem durch seine unsterbliche Partie 1851 gegen Kieseritzki bekannt wurde und der Amerikaner Paul Morphy, dessen ber√ľhmteste Partie 1858 in der Oper von Paris gegen die allerdings schwachen Spieler Graf Isouard und dem Herzog von Braunschweig gespielt wurde. Nach seinem √ľberw√§ltigenden Sieg beim gro√üen Internationalen Turnier in London 1883 (vor Steinitz) betrachtete sich Johannes Hermann Zukertort als Champion of the World und forderte Steinitz\‘ F√ľhrungsanspruch heraus. Die Schachwelt erwartete einen Zweikampf dieser Rivalen und bekam ihn: Durch seinen 12,5:7,5-Sieg (+10-5=5) √ľber Zukertort im Wettkampf vom 11. Januar bis zum 29. M√§rz 1886, der in New York, St. Louis und New Orleans stattfand, gilt Wilhelm Steinitz allgemein als der 1. Schachweltmeister.

Weltmeisterschaft 1948

Durch den fr√ľhen, unerwarteten Tod Aljechins 1946 wurde der Weltmeistertitel vakant. In den Wirren der Nachkriegszeit dauerte es zwei Jahre, ehe die FIDE beschloss, in einem Turnier der damals wohl f√ľnf st√§rksten Spieler der Welt, den Titel neu zu vergeben. In Den Haag trafen sich Botwinnik, Euwe, Reshewsky, Keres und Smyslow, um in f√ľnf Runden den Sieger zu ermitteln. Botwinnik siegte mit 14 Punkten aus 20 Partien und drei Punkten Vorsprung auf Smyslow.

Zeitnot

Tritt gew√∂hnlich etwa ab dem 30. Zug einer Turnierpartie auf, da im allgemeinen die Regel gilt, 40 Z√ľge innerhalb von zwei Stunden zu spielen, danach gibt es zumeist wieder eine Stunde f√ľr den Rest der Partie. Besonders un√ľbersichtlich gestalten sich Partien, wenn sich beide beide Spieler in Zeitnot befinden. Spieler mit weniger als f√ľnf Minuten Restbedenkzeit sind von der Notationspflicht befreit, m√ľssen sich jedoch dar√ľber im Klaren sein, wie viele Z√ľge sie bereits ausgef√ľhrt haben.

Zugzwang

Zugzwang liegt immer dann vor, wenn jeder m√∂gliche Zug zum Verlust f√ľhrt, andererseits der Gegner am Zug keinen Gewinn erzielen k√∂nnte. Somit wird das normalerweise w√ľnschenswerte Zugrecht zur unerw√ľnschten Zugpflicht. Beispiel f√ľr eine Zugzwangkombination: Wei√ü Kd2 Tc1 Bauer h5; Schwarz K b2 Bauern a2 g7 h6; Wei√ü am Zug kann nur mit dem herrlichen Anfangszug 1.Ta1!! gewinnen. Der Blockeur muss genommen werden, sonst n√§hert sich in der Folge der wei√üe K√∂nig den Bauern a2, der danach verloren geht und Wei√ü gewinnt aufgrund hoher materieller √úberlegenheit. Also 1. … Kxa1 2.Kc1 oder c2. Jetzt liegt die Zugzwangstellung vor (sie ist nicht ganz im klassischen Sinn, da Wei√ü auch am Zug gewinnen w√ľrde, allerdings nur mit einem Abwartezug (Kc1 bzw. c2) Nichtsdestotrotz muss nun Schwarz mit seiner einzigen beweglichen Figur, dem g-Bauern ziehen, und ebnet somit dem wei√üen h-Bauern den entscheidenden Durchgang auf die achte Reihe.

Zylinderschach

Zylinderschach ist eine Schachvariante des klassischen Schachs auf 8×8 Feldern, nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass A-und H-Linie miteinander verbunden sind. Man stelle sich das Schachbrett als Papierrolle mit zusammengeklebten Seiten vor. Ein Springer kann also z. B. von h2 nach b3 springen.