GM Heinemann ist bayer. Schach960-Meister


Bayerischer Meister wird der Zweitplatzierte, der junge Freisinger Maximilian Trapp, vor Großmeister Leonid Milov

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Die Schachunion Ebersberg-Grafing hat am vergangenen Sonntag im Saal „Unterm First“ im Ebersberger Klosterbauhof die 4.Offene Bayerische Meisterschaft im Schach960 ausgetragen. Bei besten Spielbedingungen in schönem Ambiente wurde das qualitativ stark besetzte Turnier zu einer eindrucksvollen Werbung für diese kreative Schachvariante, bei der die Anfangsstellung der Figuren auf den Grundreihen vom Computer ausgelost wird.

Der Schachunion-Vorsitzende Georg Schweiger begrüßte die 23 Teilnehmer aus nah und fern, und übergab das Wort an Turnierleiter Ulrich Zenker, den Gründer und Vorsitzenden der Deutschen Schach960-Stiftung. Er erläuterte vor Beginn Regeln, Sinn und Zweck des Schach960 und stellte seine von ihm gegründete Stiftung vor, die diese Schachvariante fördern will. Nicht zuletzt Zenker ist es zu verdanken, dass der Bayerische Schachbund seit vier Jahren in dieser relativ neuen Disziplin offizielle Bayerische Meisterschaften ausrichten lässt.

Die 7 Runden nach Schweizer System bei Schnellschachbedenkzeit mit Fischer-Modus (15min + 5s/Zug pro Spieler und Partie) wurden von Schiedsrichter Chris Nikolai aus Dorfen reibungslos und zügig abgewickelt.

Nach diesen sieben Partien hatte der Großmeister Thies Heinemann vom Bundesligisten Hamburger SK – wie schon im Vorjahr – mit 6 Punkten (5 Siege, 2 Remis) souverän den 1. Platz erreicht.

Da den Titel „Bayerischer Meister Schach960“ nur ein Spieler erringen kann, der einem Verein des Bayerischen Schachbundes angehört, wurde der Zweitplatzierte Bayerischer Meister 2018:

Dies war diesmal geradezu sensationell Maximilian Trapp, ein junger Spieler des Landesligisten SK Freising. Trapp war mit seinen 5 Punkten dank besserer Wertung vor den punktgleichen Großmeister Leonid Milov aus Nürnberg und Mickael Pouchon (Rosenheim) gelandet und erhielt neben seinem Geldpreis den Siegerpokal Bayerischer Schach960-Meister 2018.

Bester Spieler aus dem Landkreis Ebersberg wurde Georg Schweiger, der ein Verfolger-Trio mit je 4,5 Punkten dank Wertung anführte und damit Fünfter wurde. Auf Rang 6 folgte der punktgleiche Großmeister Vlastimil Hort und nur aufgrund der etwas schlechteren Wertung landete Gino Haußmann von der SU Ebersberg-Grafing auf Rang 7. Haußmann erhielt für seine sensationelle Leistung den Rating-Preis für den besten Spieler unter DWZ 1800.

Die nächstbesten Landkreis-Spieler waren FM Ulrich Zenker auf Platz 11 und Christoph Keil auf 12. Letzterer erhielt die Auszeichnung „Most creative player“, der von den jeweiligen Gegnern in einem originellen, von Zenker ausgetüftelten Verfahren ermittelt wurde.

Den Sonderpreis für den Sieg gegen einen Gegner mit dem größten DWZ-Unterschied gewann der Grafinger Helmut Behrndt, dem ein Sieg gegen einen haushohen Favoriten, die Schachlegende GM Vlastimil Hort gelungen war.

 

Alles in allem bot dieses schöne Turnier begründete Hoffnung auf einen weiteren zukünftigen Aufschwung des Schach960.

Die Endtabelle lässt sich auf der Turnierseite ansehen.

Für 2019 läuft die Organisation der dritten Auflage des B&O Schach960-Festivals (26.-28.4.2019) in Bad Aibling bereits auf Hochtouren.

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