Die Schachunion Ebersberg-Grafing gewann am vergangenen Sonntag in der fünften Runde der Bezirksliga Oberbayern zu Hause gegen direkten Konkurrenten SV Isental mit 4,5 zu 3,5.
Damit steht die Schachunion mit 7:3 Punkten und dank eines guten Brettpunkt-Verhältnisses auf dem zweiten Tabellenplatz und spielt um den Aufstieg in die Regionalliga mit.
Zu Beginn standen die Vorzeichen für den Mannschaftskampf ungünstig: Gleich zwei Stammspieler mussten kurzfristig aus privaten Gründen absagen, und nur ein Ersatzspieler war auf die Schnelle zu finden. Um die Eröffnungsvorbereitungen der Schachunion-Spieler nicht über den Haufen zu werfen, wurde Brett 2 freigelassen und die Schachunion startete mit einem 0:1 Rückstand in das Match.
Am Spitzenbrett spielte der Serbe Marko Maksimovic, der ein bis zwei Mal im Jahr seine Verwandtschaft in Ebersberg besucht und mit seiner Spielstärke von über 2100 DWZ immer eine willkommene Verstärkung für die erste Mannschaft ist. Er bekam es mit dem FM (Fide-Meister) Stefan Mooser zu tun. So verheißungsvoll die Spielstärken der beiden Spieler, so kurz ihre Partie. Nach nicht mal 11 Zügen einigten sie sich auf ein Remis.
Ebenfalls eine schnelle Partie spielte Moritz Reindl an Brett 7. Nach ausgeglichener Eröffnung bestrafte er die Fehler seines Gegners präzise und konnte mit seinem Sieg den Zwischenstand zu 1,5:1,5 ausgleichen.
Im Anschluss gelang es Christoph Keil an Brett 6 die Schachunion in Führung zu bringen. Er nutzte die Ungenauigkeiten seines Gegners in der Eröffnung konsequent aus und überspielte seinen Kontrahenten innerhalb von 25 Zügen.
Am achten Brett blieb Neuzugang Fabian Müller – Mr. 100% – seiner bisherigen Saisonleistung treu und gewann ebenfalls seine Partie.
Lange Zeit konnte Arthur Gil an Brett 3 mit seinem 150 Ratingpunkte stärkeren Gegner mithalten und die Partie war für die meiste Zeit objektiv ausgeglichen. In Zeitnot unterlief ihm leider ein Fehler und er musste wenige Züge später aufgeben.
Eine schöne Partie gelang auch Christian Graf an Brett fünf. In der Eröffnung glich er mit Schwarz souverän aus. Als sein Gegner unkoordiniert angriff, nutzte Graf die Ungenauigkeiten konsequent aus und steuerte sicher in ein gewonnenes Turmendspiel, das er abgeklärt verwertete. Damit sicherte er der Schachunion den Mannschaftssieg.
In der längsten Partie des Tages wehrte sich Christian Peter an Brett vier zäh gegen FM Prediger und hielt die Partie lange ausgeglichen. Gegen Ende wählte er jedoch den falschen Vereinfachungsplan und ermöglichte seinem Gegner ein gewonnenes Endspiel. Aber alles in allem ein erfolgreicher Spieltag für die Schachunion.